Am 24. Oktober 2011 wurde mit dem Bau der neuen Mensa begonnen. Nach nunmehr einem Jahr Bauzeit ist die neue Mensa am 19. November in Betrieb gegangen. Am 24. November von 11 - 16 Uhr gab es einen Tag der offenen Tür.
Die ersten Bauaufträge sind am 18. Oktober 2011 im Fachausschuss nach langen und intensiven Vorberatungen vergeben worden. In seiner Sitzung am 15. Dezember 2010 hatte sich der Rat mit 2/3-Mehrheit für den Bau einer neuen Mensa ausgesprochen. Am 29. Juni 2011 beriet der Fachausschuss zum 10. Mal über das Thema. Inzwischen sind die einzelnen Gewerke ausgeschrieben und submissioniert worden. Die Vergabeentscheidungen hat der Ausschuss für Schule, Jugend, Sport und Kultur in seiner Sitzung am 18. Oktober 2011 getroffen. Mittel für die Auftragsvergaben standen im Haushalt 2011 in Höhe von 2,5 Mio. € bereit.
Die CDU votierte beim Mensaneubau am 15. Dezember 2010 als einzige Fraktion mit Nein oder Enthaltung. Insgesamt 3,8 Mio. € Planungs- und Baukosten wurden in der gleichen Sitzung, verteilt auf die Jahre 2011 und 2012, bereitgestellt.
Bereits im Mai 2010 hatte der Ausschuss für Schule, Jugend, Sport und Kultur einstimmig das Bielefelder Architekturbüro Stüwe mit der Grundlagenermittlung und Vorplanung beauftragt. Insgesamt hatten drei Büros ihr Interesse an dem Auftrag bekundet.
Erste Entwürfe und Kostenberechnungen für die Erweiterung der Mensa am Schulzentrum oder einen Neubau wurden am 22. September 2010 im Ausschuss vorgestellt. Die nächste Beratung folgte am 27. Oktober 2010. Das Architekturbüro Stüwe stellte im September drei mögliche Varianten vor. Am 27. Oktober wurden die Schulen um eine Stellungnahme gebeten und ein Antrag der BA/STU nach Planungsvarianten einmütig abgelehnt.
Variante 1 ging von einem Umbau und einer Erweiterung der vorhandenen Mensa zu einer Gesamtmensa für alle Schulen aus. Variante 2 sah die Beibehaltung der Mensa am Schulzentrum als "Verteilermensa" und den Neubau einer "Hauptmensa" am Gymnasium vor. Als Variante 3 wurde der Neubau einer Mensa für alle Schulen untersucht.
Für alle Varianten benannten die Planer und Fachingenieure Vor- und Nachteile. Diese lagen nicht nur in der Bauphase und den späteren Betriebskosten, sondern auch in den unterschiedlichen schulischen und außerschulischen Nutzungsmöglichkeiten. Schließlich waren städtebauliche Aspekte und die Baukosten zu berücksichtigen, die mit 4,03 Mio. € bei Variante 1, 3,96 Mio. € bei Variante 2 und 4,26 Mio. € bei Variante 3 nach DIN 276/12.2008 ermittelt wurden. Die Investitionssumme wurde von der Ratsmehrheit aus SPD und Grünen mit der Stimme des Bürgermeisters in den Haushaltsplanberatungen schließlich auf maximal 3,8 Mio. € begrenzt. Im Haushalt 2011 sind 2,5 Mio. € und im Haushalt 2012 1,3 Mio. € veranschlagt (Fachausschusssitzung am 24.11.2010 und Rat am 15.12.2010).
"Die unterschiedlichen Varianten wurden in den Schulen, mit den Eltern und in den Fraktionen lebhaft diskutiert", so Klaus Besser. "Schließlich geht es um eine der teuersten bildungsrelevanten Investitionen der nächsten Jahre". Bis zum Jahr 2015 rechnet die Verwaltung mit 700 Schülerinnen und Schülern, die täglich in der Mensa essen, zuzüglich über 200 Mahlzeiten, die für Grundschüler und Kindertagesstätten zubereitet werden. Am 7. Dezember 2010 sprach sich eine deutliche Mehrheit im Ausschuss (9 Ja-Stimmen von SPD, UWG, Grüne und FDP gegen 5 Nein-Stimmen der CDU und BA/STU Mitglieder) für die Errichtung einer Mensa auf der Wiese an der Sporthalle des Schulzentrums aus. Diese Entscheidung wurde vom Rat am 15. Dezember mit den Stimmen aller Fraktionen (24 Ja-Stimmen) mit Ausnahme der CDU-Fraktion (9 Gegenstimmen, 2 Enthaltungen) bestätigt. Das Architekturbüro Stüwe und die Firma GeBauTec wurden in der gleichen Sitzung vom Rat beauftragt, die Pläne für diesen Standort weiter zu optimieren und nach Einsparungsmöglichkeiten und Alternativen zu suchen.
Bis zu einer Realisierung des Mensaneubaus essen die Schülerinnen und Schüler von Hauptschule, Realschule und Gymnasium in der alten - zu klein gewordenen - Mensa und in drei - nach den Ferien 2011 vier - provisorisch hergerichteten Klassenräumen in den Pavillions am Gymnasium. Ab Schuljahr 2012/2013 werden die Pavillions wieder für den Unterricht benötigt, so dass für einige Wochen in einem Großraumzelt die Essensausgabe erfolgt.
Die Planungen wurden ständig weiter konkretisiert und optimiert. Dabei wurden Anforderungen der Schulen, der Eltern und Schüler ebenso berücksichtigt wie die Ergebnisse einer Besichtigung der Mensen in Verl und Heepen durch den Fachausschuss und die Besichtigung weiterer Mensen durch den Planer und die Fachingenieure. Das jetzige Mensateam wurde in die Detailplanungen zur Küche und zur Essensausgabe einbezogen.
Am 15. März 2011 wurden die Pläne vom Architekturbüro Stüwe mit Alternativen und überarbeiteten Kostenschätzungen vorgestellt. Dann wurde in den Fraktionen beraten. Am 30. März votierten alle mit Ausnahme der FDP für eine Lösung mit einem aufgelockerten multifunktional nutzbaren Essbereich. Der Vertreter der FDP enthielt sich, da er überraschend für einen Anbau an der bestehenden Mensa ohne Küche (Verteilmensa) plädierte, um Kosten zu sparen. Im Dezember hatte die FDP noch für den Neubau gestimmt. Eine Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren fand keine ausreichende Unterstützung. Der Haupt- und Finanzausschuss hat am 7. Juli 2011 einstimmig empfohlen, das Bürgerbegehren wegen fehlender Unterschriften nicht zuzulassen. Der Rat bestätigte dies ebenfalls einstimmig am 20. Juli 2011.
Am 29. Juni 2011 beriet der Ausschuss für Schule, Jugend, Sport und Kultur unter anderem über das Energiekonzept. Mit Mehrheit sprach sich der Ausschuss für einen Anschluss der Mensa an das bestehende Fernwärmenetz aus, nachdem vom Ingenieurbüro GeBauTec fünf Alternativen vorgestellt und energetisch und betriebswirtschaftlich bewertet worden waren. Auf Antrag der Grünen sprach sich der Ausschuss dafür aus, dass Ziel zu verfolgen 30 % Primärenergie einzusparen. Eine ebenfalls von den Grünen geforderte Simulation, die 9000 € zusätzliche Kosten verursacht hätte, wurde mehrheitlich abgelehnt.
Notwendige Aufträge für Planungsleistungen wurden am 7. April 2011 und 17. Mai 2011 vom Ausschuss erteilt. Anschließend wurden Ausführungspläne erarbeitet, die dann Grundlage für die Ausschreibungen waren. Die neue Mensa soll bis zu den Herbstferien 2012 fertig sein. Die bisher als provisorische Mensa genutzten Räume in den Pavillions am Gymnasium würden dieser Schule somit ab 2012 wieder für den Unterricht zur Verfügung stehen. Die alte Mensa kann von der Realschule für den Ganztagsbetrieb genutzt werden. Bis zu den Herbstferien dient ein Zelt als Speiseraum.
Am 7. Dezember 2011 befasste sich der Ausschuss erstmals mit der Innenausstattung der Mensa und dem Farbkonzept. Es standen verschiedene Alternativen zur Auswahl. Eine Entscheidung wurde schließlich nach intensiver Diskussion in der Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Sport und Kultur am 21. März 2012 zugunsten des mediterranen von Rottönen dominierten Farbkonzeptes (7 Stimmen) gegen das von Blautönen bestimmte nordische Konzept (5 Stimmen) getroffen. Elternvertreter und Schulen nutzten die Gelegenheit, die bis Weihnachten im Ratssaal ausgestellten Stühle und Einrichtungskomponenten anzusehen. Am 21. März 2012 wurden außerdem die 350 Stühle für die neue Mensa (300 in Naturtönen, 50 in Rottönen) ausgewählt. Am 2. Mai 2012 wurde vom Ausschuss der Auftrag für die Küche erteilt.
Am 27. Juni 2012 hat der Ausschuss die Baustelle besichtigt und sich einen Eindruck vom Fortgang der Bauarbeiten verschafft. Nach den Sommerferien werden die von der Gemeinde gemieteten Pavillions am Gymnasium, die bisher als provisorische Mensa genutzt wurden, wieder für den Schulbetrieb des Gymnasiums benötigt. Vorübergehend bis zur Fertigstellung der neuen Mensa wird daher die Essensausgabe in einem angemieteten Zelt erfolgen.
Ab Montag, 19. November, wird in der neuen Mensa gekocht und gegessen. In den ersten Tagen wurden täglich teilweise über 1000 Essen (!) zubereitet. Am Samstag, 24. November, sind alle Schüler, Eltern, Lehrer und interessierte Steinhagener zu einem Tag der offenen Tür von 11 bis 16 Uhr eingeladen, um die neue Mensa zu besichtigen. Außerdem ist der Auftakt des diesjährigen Literarischen Advents am Montag, 3. Dezember, 19 Uhr in der neuen Mensa geplant.
Die Pavillions sollen nach Ende des Schuljahres 2012/2013 und somit nach der Verabschiedung des doppelten Abiturjahrgangs wieder abgebaut werden.
Die Vorlagen und Beschlüsse aller über 10 Fachausschusssitzungen zu diesem Thema und der Ratssitzung am 15. Dezember 2010 sind unter Bürgerinformation auf der Homepage der Gemeinde Steinhagen (www.steinhagen.de) veröffentlicht.
Im Ausschuss am 26. September 2012 gab der Bürgermeister bekannt, dass die Blower Door Messung erfolgreich durchgeführt wurde. Das Gebäude ist also wetter- und winddicht.
Als erste außerschulische Veranstaltung wird der Auftakt des diesjährigen Literarischen Advents am 3. Dezember um 19 Uhr in der neuen Mensa stattfinden.