Auf der Kläranlage Steinhagen wird der Bau einer vierten Reinigungsstufe geplant. So sollen die Ablaufwerte der Kläranlage verbessert und ein Beitrag zur Reinhaltung von Abrooksbach und Ems geleistet werden. Die Investition wird allerdings zu einer Erhöhung der Abwassergebühren führen.
Mit der vierten Reinigungsstufe sollen vor allem Mikroschadstoffe eleminiert werden. Dies ist mit zwei technisch aufwändigen Verfahren über Kohlefilter oder Ozonierung möglich. Die Gemeinde Steinhagen hat nach einer Machbarkeitsstudie jetzt konkrete Planungen in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse am 10. Oktober ab 19 Uhr im Betriebsausschuss in öffentlicher Sitzung vorgestellt wurden. Da der Betriebsausschuss der Planung zustimmte, soll noch in diesem Jahr ein Förderantrag auf Landesmittel für das Projekt gestellt werden. "Bis zum 31.12.2019 gelten noch großzügige Förderbedingungen, da es auch dem Land Nordrhein-Westfalen wichtig ist, die Qualität der Fließgewässer zeitnah zu verbessern", so Bürgermeister Klaus Besser.
Für die geplante Erweiterung der Kläranlage stehen Flächen an der Friedhofstraße zur Verfügung. Die Baukosten von über 10 Mio. € können mit bis zu 70 % bezuschusst werden. "Die Investition erhöht die jährlichen Abschreibungsbeträge und Zinsbelastungen und wird sich daher auch auf die Abwassergebühren auswirken, trotzdem ist die Erweiterung der Kläranlage aus Gründen des Umweltschutzes unverzichtbar", so Bürgermeister Klaus Besser.
Wenn 2020 Landesmittel bewilligt werden, würde die Baumaßnahme öffentlich ausgeschrieben und in 2020 und 2021 umgesetzt. Der laufende Betrieb der Kläranlage würde durch den Bau der vierten Reinigungsstufe nicht beeinträchtigt. Unabhängig von der vierten Reinigungsstufe wird auch eine Verbesserung des Hochwasserschutzes durch Bau eines Entlastungskanals in der Friedhofstraße geplant. "Die Kläranlage dürfte damit die größte Baustelle der Gemeinde in der neuen Wahlperiode des Rates werden", so Besser.