Wohnungsbauförderung unzureichend

Die jetzt veröffentlichten von 2018 bis 2022 geltenden Wohnungsbauförderungsrichtlinien des Landes NRW sind enttäuschend und aus Sicht von Bürgermeister Klaus Besser für die Wohnungsbauförderung unzureichend.

„Nicht nur, dass das Gesamtvolumen um jährlich 300 Mio. € gegenüber den Vorjahren abgesenkt wird, sondern dass der Bedarf im nördlichen Teil des Kreises Gütersloh als unterdurchschnittlich eingestuft wird halte ich für falsch“, so Besser. Während in der Kreisstadt Gütersloh und im südlichen Kreisgebiet, so zB in Rheda-Wiedenbrück, Verl, Schloß Holte-Stukenbrock und Rietberg der Bedarf für Mietwohnungsbau und Eigenheime als überdurchschnittlich beurteilt wird,  sieht das Land in Versmold, Borgholzhausen, Halle, Werther und Steinhagen einen geringeren, unterdurchschnittlichen Bedarf. Einzig in Werther, wo vergeblich seit Jahren um Neubaugebiete gerungen wird, sieht das Land einen erhöhten Bedarf für Eigenheime.

“Dies hat für die folgenden fünf Jahre Auswirkungen auf die Wohnungsbauförderung“, so Bürgermeister Klaus Besser.

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der fünf Kommunen des früheren Kreises Halle hatten sich im Herbst zum zweiten Mal an das NRW Wohnungsbauministerium gewandt und auf die Ungleichbehandlung zu den Nachbarkommunen und den angespannten Wohnungsmarkt in der wirtschaftsstarken Region hingewiesen. Leider hat die neue Wohnungsbauministerin die von ihrem Vorgänger 2015 eingeführte restriktive Förderung im nördlichen Kreis bestätigt.

"Erfreulich ist immerhin, dass wir in Steinhagen wie angeregt von Mietenstufe 2 in Mietenstufe 3 gekommen sind. Dadurch steigt die Bewilligungsmiete von bisher 4,65 Euro/qm auf 5,55 Euro/qm an". Auch die Grundpauschalen für Baudarlehen steigen durch die Mietenstufenanhebung von 1390 Euro/qm auf 1680 Euro/qm. In Versmold und Borgholzhausen wird hingegen weiterhin nur nach Mietenstufe 2 gefördert.

Steinhagen und Halle haben bereits kommunale Wohnungsbauförderprogramme. Trotzdem tuen sich Investoren schwer, in sozialen Mietwohnungsbau zu investieren. „Es kann nicht sein, dass wir fehlende Landesmittel immer wieder mit kommunalen Mitteln ausgleichen, um gleichwertige Lebensbedingungen herzustellen. Das Geld fehlt uns dann für unsere eigentlichen Aufgaben, zB die Schulen, Sportstätten oder die Feuerwehr“, so Besser.

Wegen der schlechten Förderbedingungen fand in Steinhagen im Förderzeitraum 2015 bis 2017 kein sozialer Mietwohnungsbau statt. Das Mehrfamilienhaus der KWG an der Langen Straße wurde noch unter den bis 2014 geltenden besseren Förderbedingungen erstellt. "Ich hoffe natürlich, dass sich unter den neuen Förderbedingungen des Landes und unter Einbeziehung unserer zusätzlichen kommunalen Förderung wieder Investoren auch für öffentlich mitfinanzierten Mietwohnungsbau in Steinhagen interessieren", so Bürgermeister Klaus Besser.

 

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