Regionalrat für Erweiterung des Ravenna Parks

Der Regionalrat bei der Bezirksregierung Detmold hat auf Antrag der Stadt Halle am 7. März einstimmig einer Erweiterung des Gewerbe- und Industriegebietes Ravenna Park an der Ortsgrenze zu Steinhagen zugestimmt.

Wie aus der öffentlichen Vorlage hervorgeht, wurde die Erweiterung in das Wasserschutzgebiet Patthorst für möglich erachtet, da dies zu groß ausgewiesen sei. Es soll im weiteren Planverfahren verkleinert werden. Der Ravenna Park ist ein interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet an der A 33 der Städte Halle, Gütersloh und Werther.

Zugestimmt hat der Regionalrat auch einem Antrag der Städte Schloß Holte-Stukenbrock und Hövelhof, an der A 33 in Schloß Holte-Stukenbrock ein rd. 50 ha großes neues interkommunales Gewerbegebiet auszuweisen. Dort liegen ebenso wie in Halle Anfragen von ansiedlungswilligen Unternehmen vor.

In Halle expandiert darüber hinaus die Firma Storck an ihrem bisherigen Standort. Weitere Gewerbegebiete werden in Verl und Harsewinkel geplant. Gütersloh, Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz wollen darüber hinaus den bisherigen Militärflughafen in Gütersloh für ein interkommunales Gewerbegebiet nutzen. Versmold und Borgholzhausen bemühen sich in ihrem interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet an der A 33 um die Ansiedlung der Firma Homann aus Dissen. Die Firma Claas mit Stammsitz in Harsewinkel baut unterdessen in Dissen einen neuen Betrieb. In Steinhagen wurde am 1. März im Bauausschuss ein Konzept für eine zukünftige mögliche gewerbliche Entwicklung der Kommune vorgestellt. Am 26. April soll hierüber im Bauausschuss und am 11. Mai im Rat weiter beraten werden. "Wir müssen uns weiter entwickeln. Derzeit herrscht ein gutes Investitionsklima, das viele Kommunen für die Stärkung ihrer Wirtschaft und zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen nutzen", so Bürgermeister Klaus Besser.

In Steinhagen entscheidet der Rat am 16. März, ob ein Antrag auf Änderung des Gebietsentwicklungsplans bei der Bezirksregierung in Detmold gestellt werden soll. In Steinhagen möchte sich der familiengeführte mittelständische Logistikbetrieb Wahl & Co. ansiedeln, der an seinem bisherigen Standort in Bielefeld-Sennestadt keine Expansionsmöglichkeiten hat. Das 1931 in Bielefeld gegründete Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist umsatz- und ertragsstark und zahlt nach eigenen Angaben jährlich rd. 1 Mio. Euro Gewerbesteuer. Wahl & Co. ist als Logistikdienstleister auch für zahlreiche Steinhagener Betriebe tätig.

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte am 2. März dem Rat mit knapper Mehrheit empfohlen, keinen Antrag auf eine Regionalplanänderung zu stellen. Während Bürgermeister Klaus Besser und die Vertreter von CDU und FDP sich für das Planverfahren aussprachen, votierten die Vertreter von SPD und Grünen dagegen.

 

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