Eltern bevorzugen Gymnasium und Gesamtschule

Am Donnerstag, 11. Dezember 2014, hat Bürgermeister Klaus Besser das Ergebnis der jüngsten Elternbefragung zum Schulwahlverhalten der Grundschuleltern in Steinhagen bekannt gegeben. Die Eltern in Steinhagen bevorzugen Gymnasien und Gesamtschulen als weiterführende Schulen für ihre Kinder und liegen damit im landesweiten Trend.

Das detaillierte Ergebnis auch für die einzelnen Schulen ist auf der Homepage der Gemeinde Steinhagen unter www.steinhagen.de veröffentlicht.

An der in den dritten und vierten Jahrgangsstufen durchgeführten Elternbefragung haben sich 67 % der Eltern beteiligt. Von den 475 verteilten Fragebögen kamen 322 zurück, so Besser. Davon leben 255 in Steinhagen. Bei der Frage nach der gewünschten Schulform liegt das Gymnasium mit 176 Wünschen vor der Gesamtschule mit 134. 105 Eltern können sich auch eine Realschule und nur 27 eine Sekundarschule vorstellen. Mehr als 1/3 der Eltern würden derzeit eine Schule außerhalb Steinhagens wählen.

"Im Zuge der 2015 anstehenden Schulentwicklungsplanung und der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes wird die Elternumfrage Bedeutung haben, da dem Elternrecht auf Wahl der Schulform Verfassungsrecht zukommt, dem sich sonstige Belange gegebenenfalls unterzuordnen haben", so Besser, der damit Bezug nimmt auf die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden zur Gesamtschulgründung in Halle/Westf. "Die Urteilsbegründung wird uns zudem weitere wichtige Hinweise für unsere anlassbezogene Schulentwicklungsplanung für 2015 liefern".

Im Haushalt 2015 stehen Mittel für die Beauftragung eines Schulentwicklungsplaners bereit. Der letzte Schulentwicklungsplan für Steinhagen wurde 2012 aufgestellt. Die Umsetzung mit der geplanten Gründung einer Sekundarschule scheiterte damals an den fehlenden Anmeldezahlen für diese neue Schulform. Gesamtschulen und Sekundarschulen sind beides Schulformen des gemeinsamen Lernens, also auf heterogene Schülergruppen eingestellt und erhalten daher vom Land eine bessere Lehrerausstattung. Anders als Sekundarschulen verfügen Gesamtschulen über eine Oberstufe. Sekundrschulen müssen in der Oberstufe mit anderen Schulen (Gymnasien, Gesamtschulen, Berufskollegs) kooperieren, damit begabte Schülerinnen und Schüler die allgemeine Hochschulreife erwerben können.

Im Kreis Gütersloh sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Gesamtschulen gegründet worden (Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl, Schloß Holte-Stukenbrock und Halle). Der Kreis betreibt zudem in Borgholzhausen und Werther eine Gesamtschule mit zwei Standorten. Versmold verfügt über eine Sekundarschule in Trägerschaft des CJD, die Gemeinde Langenberg in eigener Trägerschaft. Realschulen gibt es derzeit im Kreis Gütersloh nur noch in Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Steinhagen, Hauptschulen nur noch in Gütersloh.

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