Vom 7. Dezember 2014 bis 30. Januar 2015 wird im Steinhagener Rathaus die Ausstellung "Steinhagen und der Erste Weltkrieg" gezeigt.
Allein zur Eröffnung am 7. Dezember kamen fast 100 Besucherinnen und Besucher. Dies zeigt das große Interesse an geschichtlichen Themen in Steinhagen.
Die Ausstellung dokumentiert auf 31 Schautafeln die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf Steinhagen und die Bevölkerung, beleuchtet das Schicksal einzelner Soldaten aus allen drei Ortsteilen sowie der Kriegsgefangenen und gibt einen Überblick über die Zeitabläufe zwischen 1914 und 1918. Zur Ausstellung ist zudem ein Begleitheft erschienen, dass weitere Informationen über die Ausstellungstafeln hinaus enthält.
Die Ausstellung wurde in rund einjähriger Vorbereitungszeit vom Gemeindearchiv in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Geschichte des Heimatvereins Steinhagen erstellt. Dabei halfen zahlreiche Leihgaben von Bürgerinnen und Bürgern und die Auswertung der Archive, um einen detaillierten Einblick in Lebensläufe, Zeitgeist und Lebenssituation der Menschen in Amshausen, Brockhagen und Steinhagen vor 100 Jahren zu erhalten.
2015 soll mit Unterstützung eines Historikers die Geschichte Steinhagens während der NS-Zeit dokumentiert werden. Insgesamt wurden zu diesem Zweck 14.000 € im Haushaltsplan für 2015 bereitgestellt. "Eine umfassende Dokumentation der Zeit von 1933 bis 1945, wie es sie in vielen Kommunen bereits gibt, fehlt bisher in Steinhagen. Anders als beim Ersten Weltkrieg gibt es aus dieser Zeit noch Zeitzeugen. Deren Wissen muss man sich neben vorhandenen Materialien und vorhandenem Archivgut für die Dokumentation zu nutze machen", so Besser.